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Die Schönheit sehen - das aktuelle Verständnis meiner Arbeit

17.09.2017

 

Früher in der Physiotherapie ging es darum, Menschen zu unterstützen. Mit einem gewissen Aufwand an körperlichem Einsatz, Kraft und Dynamik habe ich versucht, den Menschen zu helfen. Ich habe unbewusst versucht, ihnen etwas zu geben, woran es ihnen mangelte. Dies hat sich auch in meiner osteopathischen Arbeit in den ersten Jahren so wiedergespiegelt. Doch die konstante Veränderung des Lebens erfordert eine immerwährende Anpassung und Ausrichtung auf das, was einem begegnet. So ist meine Arbeit im Laufe der letzten Jahre immer stiller, friedlicher und subtiler geworden. Es geht immer weniger ums Machen oder darum, den Klienten etwas zu geben oder ihnen etwas abzunehmen. Zu glauben, das überhaupt zu können, ist in gewisser Hinsicht ja schon vermessen. Ich würde mich damit über die Klienten erheben in der Illusion, vermeintlich besser, größer oder schlauer zu sein.

Die alltäglichen Begegnungen haben mich gelehrt, ein absolutes Vertrauen in die Intelligenz der menschlichen Seele und den durch sie lebenden Körper zu entwickeln. Dieser Intelligenz und den Naturgesetzen der Schöpfung beuge ich mich demütig. Heute geht es in meiner Arbeit um Begleitung. Es ist mehr und mehr ein mich dem Klienten zur Verfügung stellen. Einfach da zu sein, wie eine Hebamme. Getragen und verbunden. Es liegt nicht in meiner Macht, die Welt anders zu machen. Aber ich biete einen Raum an. Einen Raum der Begegnung und Berührung, in dem meine Klienten einfach sein dürfen –ohne Erwartung, ohne Anforderungen. In den meisten Beziehungen des Alltags gibt es diese Bedingungen nicht. Man gibt zu viel, nimmt zu viel oder bekommt zu wenig. Je mehr man in einen Raum des Gewahrseins eintaucht, umso mehr entwickelt sich ein Bewusstsein, dass es außerhalb von Beziehungen noch viel mehr Raum gibt. Ein Raum, in dem man entdecken kann, wie viel Schönes schon im Leben ist –und schon immer da war und immer da sein wird. Das ist das Geschenk, das wahrhaftig gefühlte Dankbarkeit und aufkeimende Selbstliebe mit sich bringen.

Es ist ein bisschen wie mit dem Essen: Wie viele Menschen manipulieren und kontrollieren ihre Nahrung, und werden doch wieder schwach. Andere essen zu viel und sind übersättigt –oder trotzdem leer. Oder sie sind satt, dann jedoch träge. Es ist die Oberflächlichkeit, mit der betrachtet wird, wozu Essen dient. Daher sind all diese Ansätze von vornherein dann zum Scheitern verurteilt, wenn man nicht auf die Ebene darunter blickt. Essen hat etwas mit Genuss zu tun. Es hat etwas zu tun, mit der Liebe, die in die Zubereitung gesteckt wird, und die gemeinsam mit den Farben der Speisen absorbiert wird. Es hat etwas zu tun, mit einer Gruppe in Gesellschaft zu sein. Aber es geht nicht um Sättigung. Im Gegenteil: Es geht darum genährt zu werden und gleichzeitig hungrig zu bleiben. Hungrig auf das, was nicht satt macht, sondern auf das, was nährt: Mehr Lebendigkeit, mehr Leben, mehr Liebe, mehr Selbstliebe.

 

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